| Rückblick: Dubai – zum Zweiten |
| Sonntag, 24. Januar 2010 um 19:07 Uhr |
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Mit P4 in der Gesamt- und P2 in der Klassenwertung und als bestes deutsches Team kehrten wir in den Westerwald zurück. - Ein Resümee des Teamchef's:
Nachdem die Container pünktlich und einwandfrei angekommen waren, gingen wir gleich am Dienstag nach unserer Ankunft daran auszuladen und die Box einzuräumen. Das ging zügig von statten, denn unsere Mechaniker-Truppe hat da ja schon eine Menge Übung. Am Mittwochmorgen stand ein Teamausflug zum Burj Dubai - dem höchsten Gebäude der Welt auf dem Programm. Einfach nur gigantisch. Nachmittags ging's dann mit der technischen Abnahme der beiden Porsche mit Pflichtprogramm auf der Rennstrecke weiter. Nachdem die Techniker unsere Fahrzeuge bestaunt hatten - wir alle Fragen beantwortet hatten, war auch hier alles klar. Für den nächsten Tag stand dann der Trainingsmarathon am Donnertag mit 4 Trainingseinheiten an. Für unsere zum Teil neuen Fahrer in Dubai gab es die Anweisung Strecke und Auto kennen zu lernen, ebenso die Reifen. Leider konnten wir die Reifen im Vorfeld nicht testen. Es gab keinerlei Erfahrungswerte, schon gar nicht für die Temperaturen und mit 2 Stunden Fahrzeit. Die 1. Sitzung nach dem 1. Training: Die Techniker mussten das Fahrwerk umstellen und auch unsere Fahrer mussten ihren Fahrstil umstellen. Die Dunlop-Reifen sind mit Michelin oder Pirelli nicht zu vergleichen und die Rundenzeiten waren fast 2 Sekunden langsamer als im Vorjahr. Das 2. Training mit P4 für Land-Motorsport 2 (#31) und P9 für Land-Motorsport 1 (#1) war nicht so schlecht. Aber immer noch waren die Fahrer mit dem Fahrverhalten wegen den Reifen nicht zufrieden. Wir haben viel ausprobiert und unser Bilstein-Techniker Martin Flick war permanent am rechnen und ändern - aber die VA-Reifen von Dunlop waren einfach zu weich. Für das Quali gab es die Ansage: Basseng und Pompidou gehen auf 4 - 5 schnelle Runden, alle anderen auf Erfahrungskurs ohne Risiko einzugehen. P7 für Basseng (#31) und P12 für Pompidou (#1) - mit dem Blick auch die wesentlich stärkeren Fahrzeuge vor uns war das Ergebnis für die 24h-Hatz o.k. Am Abend bei Dunkelheit dann noch das Nacht-Training.: Fahrzeug- und Beleuchtungscheck standen auf dem Programm. - P2 und P3 zeigte die Anzeigetafel nach Abschluss. Ein Motivationsschub, denn jetzt mussten die Autos schnell die Box und ‚halb zerlegt' und geprüft werden: Getriebe, Kupplung, Drucklager, Antriebswellen, Bremsscheiben, Bremsbeläge und viele Teile mehr wurden erneuert. Morgens um 5.00 hatten die Mechaniker endlich Feierabend - schnell ins Hotel und 3 Stunden schlafen - und dann wieder zur Rennstrecke, denn schon um 10:30 Uhr stand das Warm-Up auf dem Programm. Normalerweise ein Fahrzeugcheck für die neu eingebauten Teile. Land-Motorsport 1 mit Xavier Pompidou meldet über Funk - alles o.k. Dann Hektik über Funk: „Basseng ruft, ich habe VR ein Rad verloren. Der Mechaniker von VR wurde schon weiß im Gesicht: „Habe ich einen Fehler gemacht?". Aber das Rad war fest - Kein Mechaniker hatte einen Fehler gemacht. Ein Zuganker war gebrochen. Warum? - das müssen wir zu Hause prüfen. Die Reparatur war allerdings nicht ganz so einfach. Aber auch das erledigten die Mechaniker mit Routine. Pünktlich zum Start der 5. Auflage des 24h-Rennens in Dubai rollten beide Fahrzeuge aus der Box. Das Rennen konnte starten. Die ersten Boxenstopps liefen nicht ganz nach Plan, weil unsere Dunlop-Reifen bei der Hitze keinen 2 Stunden Turn mitmachten. Das brachte unsere Strategie ein wenig durcheinander. Abends als die Fahrbahn abkühlte konnten wir dann endlich unsere Fahrzeit voll ausnutzen. Beide Fahrzeuge liefen problemlos, die Boxenstopps und Tankstopps wurden in gewohnter Routine absolviert. Nach 175 Runden meldete Carsten Tilke: „ Ich hatte einen Dreher, Motor ausgegangen, springt nicht mehr an." Das Fahrzeug wurde in die Box geschleppt und die Mechaniker mussten leider einen Motorschaden feststellen. Der Motor war bei dem Dreher rückwärts gelaufen. - Schade, denn die Jungs hatten sich tapfer geschlagen und waren bis zu diesem Zeitpunkt fehlerfrei unterwegs. Bei Land-Motorsport 2 lief weiterhin alles nach Plan. Boxenstopp, Fahrerwechsel, Tanken - bis zum Zieleinlauf. Mit P4 in der Gesamtwertung und P2 in der Klasse - hinter einem RSR der mit 100 PS mehr und Porsche-Werksfahrern unterwegs war - waren alle voll zufrieden und unmittelbar nach dem Rennen wurden schon Pläne für 2011 geschmiedet. Doch auch nach dem Rennen war noch kein Feierabend, denn der Container musste noch eingeladen werden. Als dann endlich um 19.00 Uhr die Zollplombe am Container war, wollten alle nur noch schlafen. DANKE an alle Beteiligten die das Projekt 24h-Dubai ermöglicht haben, Fahrer, Sponsoren, Fans und insbesondere an unsere Mechaniker-Truppe, die 2 Autos aufgebaut haben und weder im Training noch im Rennen auch nur eine Schraube nachdrehen mussten - starke Leistung - Kompliment!. Der Dank gilt selbstverständlich auch unseren Jungs vom Boxenstand und unseren ‚zwei von der Tankstelle'. Erschöpft aber zufrieden wurde am Sonntag am Pool ausgespannt und irgendwie waren alle schon beim nächsten Rennen 2011, bevor dann in der Nacht zum Montag die Rückreise via Frankfurt zurück in den Westerwald angetreten wurde. Hier stand dann von Montag an das Telefon kaum mehr still - die daheim gebliebenen Fans, Freunde, Förderer und Co. hatten selbstverständlich via Internet / Live-Ticker mitgefiebert und wollten nun einen „Blick hinter die Kulissen" und natürlich zu unserem 4. Platz gratulieren. Nochmals DANKE an alle. Euer Wolfgang Land
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