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VLN - Sonntagsausflug zur Siegerehrung
Sonntagsausflug zur Siegerehrung
Montag, den 10. November 2008 um 17:02 Uhr

Zu einem „Sonntagsausflug“ in die Eifel hatte die VLN-Veranstaltergemeinschaft eingeladen um doch noch das 10. Rennen durchführen zu können. Dass es dann für Land-Motorsport auch noch ein Sonntagsausflug zur Siegerehrung werden würde, verschönte uns den letzten offiziellen Einsatz am Nürburgring.

Bei kalt-nassem Novemberwetter legte Marc im Quali hinter Alzen einen super P2 hin. Nach dem Start kam dann schon bald eine ernüchternde Meldung von Marc „Nichts geht – kein Grip“. Eine Analyse ergab, dass wir uns in der Reifenmischung vergriffen hatten.

Also musste Marc so früh wie möglich an die Box – die richtigen Reifen drauf und Dirk Werner startete zum Angriff durch. Dirk fuhr dann auch einen Bilderbuch-Stint und brachte uns so wieder ganz nah an die oberste Stufe des Podiums. Die Strecke wurde langsam trocken und der Reifenpoker begann. Manthey auf Slicks, Adorf auf Slicks – wir immer noch auf Regenreifen. Trotzdem die Anweisung vom Teamchef: Noch eine Runde auf Regenreifen. Marc startete dann auf Slicks durch in Richtung Gesamtsieg. Aber bitte kein Risiko eingehen, das Auto muss ja zum 24h-Rennen nach Dubai. Nachdem Dirk Adorf dann auf Slicks einen Ausrutscher hatte, konnten wir Tempo rausnehmen und locker in Richtung Sieg fahren.

„Bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen war das Rennen unglaublich hart“, so Marc im Interview nach dem Rennen. „Unser Porsche war heute sehr sensibel, in der Anfangsphase hatte ich Probleme, den richtigen Grip zu finden. Dirk hat im mittleren Abschnitt dann mächtig Gas gegeben, in der Schlussphase wurde es für mich auf Slickreifen noch einmal richtig spannend.“ Im Ziel betrug der Vorsprung nach vier Stunden und 23 Runden auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife auf die Zweitplatzierten 36,740 Sekunden.

Der Vorsprung hätte noch ein wenig besser aussehen können, wäre da nicht ein VLN-Team in Not gewesen. Denn in der letzten Runde kam ein Teamchef zu uns und bat doch, dass wir langsam machen sollten. Sie hätten keinen Benzin mehr, konnten also keine weitere Runde mehr fahren und lagen in ihrer Gruppe auf P1.
So bekam Marc dann noch den Funkspruch – LANGSAM MACHEN. Und Christian zählte ihm über die Funk die letzten Sekunden bis zur Zielflagge runter.

Zum Abschluss der Saison bedankt sich der Teamchef bei allen Partnern, die das Team auch bei großen und kleinen Problemen und nach den Unfällen nie im Stich gelassen haben. Und bei den Fahrern und Mechanikern – die immer alles gegeben haben.

Drei Gesamtsiege in 2008 sind nicht ganz das, was wir uns erhofft haben. Wir wollten die 20 Gesamtsiege voll machen. Aber so haben wir ein Ziel für 2009!

 
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